
Lohn als Oberarzt in der Schweiz 2026: Was du wirklich verdienst

Autor: John Baillie
Als Oberärztin oder Oberarzt in der Schweiz verdienst du im Schnitt CHF 150’000–190’000 brutto pro Jahr
inklusive 13. Monatslohn und Dienstzulagen – deutlich mehr als in Deutschland oder Österreich. Je nach
Kanton, Fachrichtung und Spital reicht die Spanne von CHF 125’000 bis über 220’000. Dieser Artikel zeigt
dir die realistischen Zahlen für Fach-, Ober- und Chefärzte, was die Höhe konkret beeinflusst und was nach
Quellensteuer netto übrig bleibt.
Gehalt nach Karrierestufe
Gemäss FMH-Ärztestatistik 2024 verteilen sich die in Schweizer Spitälern angestellten Ärztinnen und Ärzte
wie folgt auf die Hierarchiestufen: 50,2% Assistenzärztinnen und -ärzte in Weiterbildung, 19,3% Oberärztinnen
und Oberärzte, 13,7% Leitende Ärztinnen und Ärzte und 8,7% Chefärztinnen und -ärzte.
| Stufe | Grundlohn (Lohnbuch ZH) | Realistische Gesamtspanne inkl. Diensten |
|---|---|---|
| Facharzt/-ärztin | ca. CHF 8’665/Monat | CHF 150’000–230’000/Jahr |
| Oberarzt/-ärztin | ca. CHF 9’271/Monat | CHF 125’000–220’000/Jahr |
| Leitende/r Arzt/Ärztin | ca. CHF 12’155/Monat | CHF 200’000–300’000/Jahr |
| Chefarzt/-ärztin | ca. CHF 13’977/Monat | CHF 250’000–500’000+/Jahr |
Wichtig zu verstehen: Der Grundlohn aus dem kantonalen Lohnbuch ist nicht dasselbe wie das tatsächliche
Gesamteinkommen. Nacht-, Wochenend- und Pikettdienste machen je nach Fachrichtung und Spital einen
erheblichen Teil des Gesamtlohns aus – bei Oberärzten oft CHF 20’000–50’000 pro Jahr zusätzlich zum
Grundlohn. Der Sprung vom Facharzt- zum Oberarztgehalt ist meist moderat, die grösseren Lohnsprünge
erfolgen typischerweise beim Wechsel in eine Leitende oder Chefarztposition.
Unterschiede nach Fachrichtung
Operative und interventionelle Fachrichtungen liegen tendenziell über kognitiven, sprechstundenbasierten
Fächern – unter anderem, weil Privathonorare und Zusatzversicherungs-Erträge dort eine grössere Rolle
spielen.
- Eher überdurchschnittlich: Chirurgie (insb. Herz- und Orthopädische Chirurgie), Kardiologie, Gastroenterologie, Radiologie, Neurochirurgie
- Eher im mittleren Bereich: Innere Medizin, Anästhesiologie, Gynäkologie
- Eher unterdurchschnittlich: Psychiatrie und Psychotherapie, Pädiatrie, Allgemeine Grundversorgung
Diese Einordnung ist eine allgemeine Tendenz, keine Garantie – die tatsächliche Spanne innerhalb einer
Fachrichtung kann je nach Spital und Region trotzdem gross sein.
Unterschiede nach Kanton und Spitaltyp
- Kanton: Zürich, Genf, Zug und Basel-Stadt liegen meist über dem Durchschnitt, bei entsprechend höheren Lebenshaltungskosten. Periphere Kantone liegen oft 5–10% darunter.
- Spitaltyp: Universitätsspitäler und grosse Zentrumsspitäler zahlen in der Regel mehr als kleinere Regional- oder Privatkliniken, haben aber oft auch höhere Anforderungen an Forschung und Lehre.
- Privatklinik vs. öffentliches Spital: Privatkliniken bieten ab Oberarztstufe teils einen Honorar-Pool, der den Gesamtlohn deutlich erhöhen kann.
Was bleibt netto?
Dein Bruttolohn ist nur die halbe Antwort. Als ausländische Fachkraft mit Aufenthaltsbewilligung B oder L
wird die Quellensteuer direkt von deinem Lohn abgezogen – wie viel das konkret bei deinem Gehalt, Kanton
und Zivilstand ausmacht, berechnest du direkt mit unserem
Quellensteuer Lohnrechner. Bei Bruttolöhnen
über CHF 120’000 pro Jahr ist zudem in der Regel eine nachträgliche ordentliche Veranlagung (NOV) nötig –
Details dazu findest du auf der Rechner-Seite.
Lebenshaltungskosten realistisch betrachtet
Die Lebenshaltungskosten in der Schweiz sind höher als in Deutschland oder Österreich – Miete, Krankenkasse
und Lebensmittel machen sich bemerkbar. Gleichzeitig bleibt durch die niedrigeren Sozialabgaben und die
hohen Bruttolöhne meist deutlich mehr Netto übrig als im Herkunftsland. Hohe Löhne bedeuten aber nicht
automatisch ein hohes verfügbares Einkommen: Pflichtversicherung, Steuern und – bei Selbstständigkeit –
Praxiskosten relativieren den ersten Eindruck. Eine individuelle Lohn- und Standortrechnung lohnt sich
immer.
Voraussetzung: MEBEKO-Anerkennung
Um als Ärztin oder Arzt in der Schweiz angestellt zu werden, brauchst du in den meisten Fällen zuerst die
Anerkennung deines ausländischen Diploms durch die Medizinalberufekommission (MEBEKO). Den vollständigen
Ablauf, Unterlagen und Kosten erklären wir im Artikel
Mebeko-Anerkennung für Ärzte aus dem Ausland.
Warum mit medamicus?
Die meisten Ärztinnen und Ärzte, die wir vermitteln, sind Fach- oder Oberärzte; vereinzelt vermitteln wir
auch Chefarztpositionen. Wir kennen die realistischen Lohnbänder pro Fachrichtung und Kanton aus erster
Hand und unterstützen dich bei der Lohnverhandlung, der MEBEKO-Anerkennung und der Wohnungssuche –
kostenlos, da unsere Leistungen vom Arbeitgeber vergütet werden.
„Ich habe mich beim Hr. Baillie sehr gut aufgehoben gefühlt. Er hat mir den Start in der Schweiz deutlich
erleichtert. Als Ärztin habe ich insbesondere seine professionelle Art, Flexibilität, und Engagement sehr
geschätzt.“— Pia Antony, Ärztin
Quellen: FMH-Ärztestatistik 2024 (fmh.ch), Schweizerische Lohnstrukturerhebung (LSE),
Bundesamt für Statistik (bfs.admin.ch), Lohnbuch 2025 Kanton Zürich. Angaben ohne Gewähr, Stand Januar 2026.
FAQ – häufig gestellte Fragen
Wie viel verdient ein Oberarzt in der Schweiz wirklich?
Der Grundlohn liegt laut Lohnbuch bei rund CHF 9’300 pro Monat, das tatsächliche Gesamteinkommen inklusive
Diensten und 13. Monatslohn meist zwischen CHF 125’000 und 220’000 pro Jahr – abhängig von Fachrichtung,
Kanton und Spitaltyp.
Ist der Sprung vom Facharzt zum Oberarzt finanziell gross?
Meist moderat. Die deutlich grösseren Lohnsprünge erfolgen typischerweise beim Wechsel in eine Leitende-
oder Chefarztposition, nicht beim Wechsel von Fach- zu Oberarzt.
Welche Fachrichtung verdient am meisten?
Operative und interventionelle Fächer wie Chirurgie, Kardiologie und Radiologie liegen tendenziell über
kognitiven Fächern wie Psychiatrie oder Pädiatrie – unter anderem wegen Privathonoraren und höherer
TARMED-Erträge.
Brauche ich für eine Oberarztstelle in der Schweiz eine MEBEKO-Anerkennung?
Ja. Ohne anerkanntes Diplom ist eine Festanstellung als Ärztin oder Arzt in der Schweiz nicht möglich.
Details zum Ablauf findest du im verlinkten MEBEKO-Guide oben.
Wie viel bleibt nach Steuern und Sozialabgaben netto übrig?
Das hängt stark von Kanton, Zivilstand und Kinderzahl ab. Mit dem Quellensteuer Lohnrechner berechnest du
deinen konkreten Nettolohn in unter einer Minute.
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Quellensteuer Lohnrechner

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